Räumungsklage - Vermietersicht

Wurde eine Kündigung durch den Vermieter ausgesprochen und zieht der Mieter dennoch nicht aus, muss sich der Vermieter mit der Frage einer Räumungsklage auseinandersetzen.

Voraussetzung einer Räumungsklage ist zunächst eine wirksame Kündigung durch den Vermieter. Diese kann zum Beispiel wegen Eigenbedarfs oder Zahlungsverzuges erfolgen. Dabei muss die Kündigung durch den Vermieter gegenüber allen Mietern des Mietvertrages ausgesprochen werden. Kündigt die Hausverwaltung, muss sich das Vertretungsverhältnis aus der Kündigung ergeben und es ist eine Vollmacht im Original beizufügen.

Es ist die zu kündigende Wohnung zu benennen. Zudem bedarf es für die Kündigung durch den Vermieter einer Begründung. Diese kann in Eigenbedarf, einem Zahlungsverzug oder die Störung des Hausfriedens liegen. Wichtig dabei ist, dass dem Mieter genau beschrieben wird, welche seiner Verhaltensweisen zu einer Kündigung geführt hat. Auch ist anzugeben, ob die Kündigung außerordentlich ohne eine Frist oder ordentlich unter Einhaltung einer Frist erfolgt. Der Mieter ist bei ordentlichen Kündigungen auf sein Widerspruchsrecht hinzuweisen.

Kommt eine Prüfung zu dem Ergebnis, die Kündigung ist wirksam erklärt worden, kann nunmehr Klage bei dem zuständigen Amtsgericht erhoben werden.

Eine Zustellung der Klage an den Mieter erfolgt nach Einzahlung eines entsprechenden Gerichtskostenvorschusses.

Der Mieter hat sodann die Möglichkeit, sich gegen die Räumungsklage zu verteidigen. Je nach Umfang der Verteidigung des Mieters kann das Gerichtsverfahren bis zu einem Jahr dauern. Sollten Sie einem Mieter gekündigt haben, der nunmehr trotz mehrfacher Aufforderung nicht ausziehen möchte, stehen wir Ihnen gern für die Durchführung eines Räumungsverfahrens zur Verfügung.

Sprechen Sie uns an!

 

Ihre Ansprechpartnerin: 

Rechtsanwältin Ninja Lorenz

Telefon 0511/ 35 36 05 - 81

 

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