Widerrufs-"Joker" im Bankrecht

Rechtsanwältin Lorenz hat an einem Online-Seminar teilgenommen, in dem u.a. auf die aktuelle Rechtsprechung des BGH und EuGH von März 2020 eingegangen wurde, die den Begriff "Widerrufsjoker" geprägt hat. 

In seinem Urteil entschied der EuGH abweichend zum BGH, dass die deutschen Regelungen über die Verbraucherinformationen zu Kreditverträgen unzureichend sind. Damit könnten fast alle vom 14. Juni 2010 bis 20. März 2016 geschlossenen Verträge auch heute noch von Verbrauchern widerrufen werden.<strike></strike>

Oft wird der Widerruf von Verträgen im Bankrecht als Joker angesehen, dabei sind im Einzelfall die Widerrufsinformationen, Pflichtangaben, der Wertersatz und die Abgrenzung zum Fernabsatzvertrag zu beachten.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurden folgende Themen besprochen:

A. Widerruf nach Verbraucherkreditrecht

  1. Verbraucherkredit, Kapitalnutzungsrecht, Verlängerungsvereinbarungen
  2. Deutlichkeitsgebot in Form und Inhalt, neue Rolle ab Juli 2010
  3. wichtige Pflichtangaben (Vertragsschluss ab dem 30. Juli 2010)
  4. insbesondere: klare und verständliche Widerrufsinformation
  5. Gesetzlichkeitsfiktion und Musterverwendung
  6. Wertersatz beim finanzierten Erwerb von Gebrauchsgütern

B. Widerruf nach Haustürgeschäfte- und Fernabsatzrecht

  1. Verbraucherkreditwiderruf – Haustürwiderruf
  2. Darlehensverträge im Fernabsatz (u. a. Wertersatz durch Verbraucher und Anbieter)
  3. Anschlusszinsvereinbarung bei unechter Abschnittsfinanzierung

Unsere Kollegin, Rechtsanwältin Lorenz erläutert Ihnen gern die Inhalte und Gründe der Entscheidungen des EuGH und BGH. Außerdem prüft Sie für Ihren Vertrag, ob ein Widerruf möglich ist bzw. wie Sie einem Widerruf Ihres Vertragspartners begegnen. Sie ist Ihre kompetente Ansprechpartnerin im Bankrecht.

Vereinbaren Sie gern einen Termin mit ihr.

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