Gebrauchtwagenkauf - Minderung nach verschwiegenem Unfallschaden

Vor dem Amtsgericht Wennigsen konnten wir mit Urteil vom 02.03.2018 (Az. 21 C 39/17) erfolgreich die Rechte unseres Mandanten auf Minderung des Kaufpreises durchsetzen.

Unser Mandant hatte ein Auto gekauft, welches unter mobile.de als "unfallfrei" beworben worden war. Im Kaufvertrag war das Feld "kein Unfallschaden" hingegen nicht angekreuzt worden. Tatsächlich hatte das Fahrzeug einen Vorschaden erlitten. Streitig war vor allem, ob dieser Vorschaden offenbarungspflichtig war oder nicht.

Der Kläger hatte einen Anspruch auf Minderung des Kaufpreises aus § 441 Abs. 4 BGB. Das Fahrzeug war im Zeitpunkt des Gefahrübergangs mangelhaft i.S.d. § 434 BGB.

Über die Anzeige unter mobile.de hatte die Beklagte, ein örtlicher Autohändler, den Eindruck erweckt, das Fahrzeug sei unfallfrei. Dem stand nicht entgegen, dass im Kaufvertrag keine entsprechenden Angaben gemacht worden sind. Nachdem im Kaufvertrag eine Nachlackierung vermerkt war, hatte das Gericht zutreffend festgestellt, dass unser Mandant davon ausgehen konnte, dass weitergehende Beschädigungen an dem Fahrzeug nicht vorlagen, da diese ansonsten ebenfalls vermerkt worden wären.

Die Behauptungen der Beklagten, sie hätte auf einen Unfallschaden hingewiesen, konnten hingegen nicht überzeugen, da das Fahrzeug im Internet als unfallfrei beworben wurde und ein Unfallschaden im Kaufvertrag nicht angegeben worden war. Der Vorschaden war auch offenbarungspflichtig, da es sich um keinen Begatellschaden handelte. Die Höhe der Minderung von 15% war ebenfalls nicht zu beanstanden.

Wir freuen uns, dass wir die Ansprüche unseres Mandanten erfolgreich durchsetzen konnten.

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